Überlastungssyndrom

Als Überlastungssyndrom bezeichnet man einen Zustand, bei welchem insbesondere Muskeln, Sehnen und Bänder über die physiologische Leistungsfähigkeit hinaus belastet werden. Bei Musikern oder auch Computerfachleuten geschieht dies durch die stundenlangen repetierenden kleinen Bewegungen bei kleinem Krafteinsatz in gleichbleibender Körperhaltung.

Ohne Ausgleich ist das für die Muskulatur eine große Belastung.

Als ein Frühstadium eines Überlastungssyndroms kann lediglich ein Gefühl der Steifigkeit oder ein geringgradiger Verlust der Feinmotorik ohne jegliche Schmerzen auftreten. Spätere Stadien sind mit Schmerzen beim Musizieren/ bei der Arbeit, bei alltäglichen Bewegungen oder in Ruhe verbunden. Oft werden daraufhin Diagnosen gestellt wie z.B.

  • Frozen Shoulder
  • Epicondylitis
  • Carpaltunnelsyndrom (CTS)
  • Sehnenscheidenentzündung
  • RSI

Overuse- oder Überlastungssyndrome haben in der Regel multikausale Ursachen.

Typische Risikofaktoren für die Entstehung musikerspezifischer Überlastungsbeschwerden sind:

  • die plötzliche Erhöhung der Spieldauer
  • psychische Faktoren wie Stress und Lampenfieber
  • ungünstige biomechanische Voraussetzungen und eine unzureichend trainierte Muskulatur
  • keine optimale Instrumentaltechnik
  • instrumentenspezifische belastende Faktoren
  • ungünstige Bedingungen am Arbeitsplatz ( z.B. Ergonomie, Lautstärke, Lichtverhältnisse)

Bei Computerfachleuten liegt die Sachlage trotz völlig anderem Berufsumfeld ähnlich. Zeit und Leistungsdruck steigen, die Ergonomie am Arbeitsplatz ist oft nicht optimal und individuell zugeschnitten, die Zeit für muskulären Ausgleich fehlt.

Diese Faktoren bedingen eine erhöhte Muskelspannung, welche in der Folge zu einer Überlastung des muskuloskelettalen Systems – einem Überlastungssyndrom führt.